13 Oktober 2014

Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe, A.J. Betts ~ Rezension



Autorin: A.J. Betts
Gebundene Ausgabe: 14,99€
Verlag: Fischer KJB
Seitenzahl: 336



Inhalt:

LIEBE IST STÄRKER ALS JEDE STATISTIK
Zwei Ich-Erzähler zum Verlieben erzählen ihre Geschichte einer unwahrscheinlichen Liebe. 

Kopf an Kopf liegen Zac und Mia in ihren Krankenhausbetten, nur durch eine dünne Wand getrennt. Alter: 16. Diagnose: Krebs. Gefühlszustand: isoliert und allein. Und aus ersten Klopfzeichen erwächst eine Liebe, die unter normalen Umständen niemals möglich gewesen wäre …

Kaum einer vergleicht diesen Roman nicht mit John Greens 'Das Schicksal ist ein mieser Verräter'. Auch als ich das Buch zum ersten Mal in den Händen hielt, musste ich sofort an TFIOS denken. Aber eigentlich haben die beiden Romane, bis auf die Tatsache, dass die Hauptcharaktere Krebs haben kaum etwas gemeinsam. Allein schon, weil 'Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe' ganz anders aufgebaut ist als 'Das Schicksal ist ein mieser Verräter', das Buch z.B ist nämlich in drei Teil gegliedert. Der erste der Teil ist aus Zacs Sicht geschrieben, der 2. abwechselnd aus Zacs und Mias und der dritte dann nur aus Mias. Außerdem würde er A.J. Betts Roman wahrscheinlich eher in die Kategorie von Krebsbüchern fallen, die Hazel (Protagonistin aus 'Das Schicksal ist ein mieser Verräter') immer als 'doofe Krebsbücher' bezeichnet. So geht es in dem Buch, anders als in dem von John Green, mehr um die Krankheit und weniger, um die Beziehung der beiden Protagonisten. Generell wird wahrscheinlich jeder, der sich von dem Buch eine Liebesgeschichte, ähnlich wie in 'Das Schicksal ist ein mieser Verräter' erwartet, wohl ein wenig enttäuscht werden. Denn die gibt es in dem Buch, anders als der Titel es einen vielleicht erwarten lässt nicht. Viel mer geht es in dem Buch, wie schon gesagt um die Krankheit, aber auch um wahre Freundschaft und keine Angst auf ein bisschen Liebe darf man sich dann doch auch noch freuen ;)
Beide Protagonisten, also Mia und Zac waren mir sehr sympathisch. Zac von Anfang an (allein schon wegen dem Namen :3), bei Mia hat es ein bisschen gedauert. Anfangs war sie eine totale Zicke, stieß jeden, auch wenn der/diejenige ihr nur helfen wollte von sich, sah alles total pessimistisch und wollte einfach nicht akzeptieren, dass sie krank ist und ein Tumor 'über ihr Leben bestimmen' bzw. es zerstören soll. Was mich, obwohl ich sie auch irgendwie verstehen konnte, manchmal ziemlich genervt hat. Zum Ende hin wird sie jedoch zugänglicher und um einiges sympathischer. Außerdem vermittelt sie eine Botschaft, die ich sehr schön finde. Nämlich, dass viele Menschen die falschen Prioritäten setzen und man die schönen Dinge im Leben, egal wie klein sie sind, genießen soll und muss und vor allem, dass ein richtiger Freund besser ist als hundert falsche. 
Während Mia am Anfang sehr stark rebelliert, hat Zac seine Krankheit akzeptiert, was aber noch lange nicht heißt, dass er 'aufgegeben' hat. Nein, er  will den Krebs noch immer besiegen, allerdings  sieht er nicht alles ganz so pessimistisch wie Mia (anfangs) und erfreut sich einfach an den schönen Seiten des Lebens, anstatt alles negativ zu sehen. 
Das schlichte Cover gefällt mir unheimlich gut und der Titel eigentlich auch. Nur passt er (der Titel) leider nur teilweise zu der Geschichte, da die große Liebesgeschichte, die viele Leser (so auch ich) wahrscheinlich erwarten eher aus bleibt. Das mit der Unwahrscheinlichkeit  passt aber irgendwie doch, weil sich Zac ziemlich intensiv mit verschiedenen Statistiken, Wahrscheinlichkeiten und eben auch Unwahrscheinlichkeiten beschäftigt.
Auch wenn das Buch meiner Meinung nach nicht annähernd an 'Das Schicksal ist ein mieser Verräter' herankommt, würde ich es trotzdem jedem empfehlen, der 'typische Krebsbücher' (obwohl ich 'Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe' jetzt auch nicht unbedingt als 'typisches Krebsbuch beschreiben würde, weil es doch nicht ganz sooo deprimierend ist) nicht so sehr hasst wie John Greens Hazel, weil die Geschichte von Mia und Zac unheimlich real geschrieben ist und man sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. 

Zum Abschluss noch eines meiner Lieblingszitate aus dem Buch:
Ich bin immer wieder erstaunt, wie das scheinbare Chaos des Universums genau weiß, was es tut, als wäre alles vor dreizehn Millionen Jahren verabredet worden  und die Galaxien befolgen seitdem die Regeln. Sie alle bewegen sich dort oben in genau der passenden Geschwindigkeit. Alles ist am richtigen Platz, während wir Menschen in der kurzen Zeit, die wir haben, alles vermasseln.

Liebe Grüße, Bekky <3


Kommentare:

  1. ♪♪Trällernd ♪♪ wandel ich im Bücherwunderland umher, kommst du mir hinterher?! Verteile Herzchen und Liebe Grüße und drück ganz schnell auf die Düse *davonspring*

    PS: Schöne Rezension! <3

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    1. ahh, das ist ja ein süßes Gedicht(?) :3
      Dankeschön & liebe Grüße zurück! <3

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  2. Das Buch klingt total nach meinem Geschmack, irgendwie mag ich diese Krebs-Bücher teilweise ja... irgendwie auch nicht. Aber deine Rezension hat mich neugierig gemacht ;) Wandert auf jeden Fall auf meine Wunschliste.

    Liebe Grüße :)

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    1. Mir geht's genauso!:D
      Wie gesagt ich fand das Buch toll und wenn du Krebsbücher zumindest manchmal magst, wirst du 'Die Unwahrscheinlichkeit von Liebe' bestimmt lieben!:)
      Grüße zurück!<3

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