01 November 2014

Killing Butterflies, M. Anjelais ~ Rezension

Autorin: M. Anjelais
Gebundene Ausgabe: 16,99€
Verlag: Chicken House
Seitenzahl: 368

Inhalt:
Sphinx und Cadence kennen sich seit frühester Kindheit und wachsen fast wie Geschwister auf. Sie – freundlich, aufgeschlossen, ganz normal. Er – charismatisch, attraktiv, extrem begabt. Sie öffnet Herzen. Er tötet Schmetterlinge. Sie ist arglos, er gefährlich. Und doch kommen beide nicht voneinander los.
Das überwältigende Debüt einer Zwanzigjährigen über erste Liebe, Manipulation und das Erwachsenwerden.

Ich habe schon viele Rezensionen von Lesern gelesen, die enttäuscht von dem Buch gewesen sind. Sich mehr von ihm erwartet haben. Ich glaube das liegt vor allem an dem Klappentext, denn dieser verspricht - vor allem in den letzten beiden Sätzen -, etwas, dass den Lesern dann nicht geboten wird und das ist eine Liebesgeschichte. Eine Liebesgeschichte voller Höhen und Tiefen, die im Mittelpunkt der Geschichte steht.
Auch ich was zwischendurch ganz schön enttäuscht von der Geschichte, bis ich sie richtig verstanden habe. Liest man nämlich zwischen den Zeilen markt man, dass es sich sehr wohl um eine Liebesgeschichte handelt. Zwar ganz bestimmt nicht um eine typische, aber trotzdem um eine. Eine ganz kleine und zarte. Dazu komme ich aber später nochmal, jetzt möchte ich zuerst etwas zu der Geschichte an sich erzählen.

Die Mütter von Sphinx und Cadence (Sarah und Leigh) sind schon der Kindheit beste Freundinnen und haben eine ganz genaue Vorstellung davon, wie einmal ihre Zukunft aussehen soll. Sie haben einen richtigen Plan, in dem auch ihre zukünftigen Kinder eine Rolle spielen. Diese sollen nämlich mal heiraten und Kinder kriegen. Anfangs scheint dieser Plan auch aufzugehen, die beiden kriegen ihre gewünschten Kinder - einen Mädchen (Sphinx) und einen Jungen (Cadence), die fast wie Geschwister aufwachsen. Dann kommt jedoch alles anders, denn Leigh zieht mit ihren Sohn weg (was genau der Grund dafür ist möchte ich nicht verraten) und Spinx und Cadence sehen sich erst nach Jahren, wenn beide 16 sind, wieder. Als sie sich wiedersehen steht allerdings schon fest, dass der Plan ihrer Mütter nie aufgehen wird (wieso möchte ich ebenfalls nicht verraten...). Das stand allerdings schon von Anfang an fest, warum das so ist erfährt man im Verlauf der Geschichte.
Man merkt schnell, dass Killing Butterflies nicht das actionreichste und vielseitigste Buch ist. Das Buch beschränkt sich eigentlich nur auf Sphinx, Cadence, Sarah, Leigh und kleine Nebenrollen spielen außerdem noch Sphinxs Vater und Leighs Haushälterin. Den Hauptbestandteil der Geschichte bilden die Gedanken der Protagonistin. 
Ich finde, dass Sphinx eine gut gewählte Protagonistin ist, weil man sich gut mit ihr identifizieren kann. Sie ist ein ganz normales, sechzehnjähriges Mädchen, dass manchmal ziemlich unsicher und naiv ist (was zwischenzeitlich ziemlich nervt, am Ende versteht man aber, warum die Autorin sie so 'gestaltet' hat) und noch nicht so wirklich weiß, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Auch Cadence ist ein gelungener Charakter mit viel Tiefgang. Obwohl er eigentlich ziemlich schrecklich ist, habe ich ihn schnell ins Herz geschlossen und mit ihm mitgefühlt. Vor allem später, als klar wurde, dass er gar nichts dafür kann, dass er so ist wie er ist. Die Mütter der beiden sind auch ganz gelungene Charaktere, allerdings auch nicht unbedingt wahnsinnig besonders, weshalb ich jetzt auch nicht mehr auf sie eingehen werde.

Jetzt möchte ich nochmal dazu kommen, dass Killing Butterflies eine Liebesgeschichte ist nur eben keine 'typische'. Sphinx wird von Cadence manipuliert und überhaupt ziemlich schlecht behandelt und das schon seit ihrer Kindheit. Eigentlich hätte sie genügend Gründe ihn zu hassen. Aber das tut sie nicht. Sie liebt ihn, was man daran merkt, dass sie obwohl er eben so 'schrecklich' und ein  ziemlicher A*sch ist und man eigentlich von Natur aus Angst vor ihm haben sollte, zu ihm hält. Alles für ihn tun würde. Und deshalb ist es eben doch eine Liebesgeschichte.

Der Titel ist sehr gut gewählt, was man schon früh und auch später nochmal merkt, wenn man zwischen den Zeilen liest und sich ein bisschen mit der Geschichte befasst. Ein bisschen was reininterpretiert. Auch das Cover, mit dem Schmetterling in den verschiedenen Blautönen gefällt mir sehr gut, weil es gut zu der Geschichte passt, sowohl wegen dem Motiv, als auch wegen den Farben.

Alles in allem ist Killing Butterflies ein beeindruckendes Buch, das zum Nachdenken anregt, aber sicher nicht nicht jeden gefallen wird, weil es Leser geben wird die einfach nichts mit der Geschichte anzufangen wissen und dann welche, die sie (wie ich) lieben.
Zuletzt möchte ich mich noch bei Buchbotschafter für dieses Rezensionsexemplar bedanken. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und anschließenden Rezensieren von Killing Butterflies. Danke dafür. :)

Liebe Grüße, Bekky <3



Kommentare:

  1. Oh man, das Buch klingt ja richtig gut - jetzt hast du mich mit deiner Rezension wirklich neugierig gemacht. Wandert sofort auf meine Wunschliste, da es echt nach meinem Geschmack klingt :-)

    Liebe Grüße,
    Kathi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das Buch ist wirklich gut, ich wünsch dir schon mal gaaanz viel Spaß beim Lesen!
      Liebe Grüße, Bekky <3

      Löschen