09 Februar 2016

Make it count - Gefühlsgewitter, Ally Taylor ~ Rezension

Autorin: Ally Taylor
Verlag: Knaur
Seitenzahl: 272
Taschenbuch: 8,99€
Ebook: 3,99€

Inhalt: 
Als Katie auf der Highschool den mysteriösen Bad Boy Dillen kennenlernt, zieht er sie an wie ein Magnet. Dabei war ihre Welt bisher alles andere als rosarot, denn seit dem plötzlichen Tod ihres Vaters lebt sie bei ihrer lieblosen Mutter in der Kleinstadt Oceanside. Dillen weckt in Katie eine nie gekannte Leidenschaft, und bald ist sie ihm mit Haut und Haaren verfallen. Obwohl Dillen sich zunächst kühl und abweisend gibt, verlieren sich die beiden in einem Strudel aus wilden Träumen und heißem Verlangen. Doch dann holt die Realität sie ein …

Jaap, der New Adult Hype hat mich auch eingeholt. Seit der After-Reihe von Anna Todd bin auch ich dem Genre verfallen, obwohl ich das nie vorhatte. Deswegen und weil ich oft gehört habe, dass Make it count - Gefühlsgewitter praktisch ein amerikanischer Teeniefilm (die ich liebe ) in Buchform sein soll hab ich mich sehr darauf gefreut das Buch zu lesen.

Das Buch hat dann auch ganz vielversprechend angefangen, nämlich mit Katie, die gerade ihren Vater verloren hat und jetzt zu ihrer Mutter, die sich nie für sie interessiert hat, ziehen soll. Natürlich ist Katie davon alles andere als begeistert, auch, weil ihre Mutter und deren neue Familie reich ist und in einer riesigen Villa lebt in der sie sich von Anfang an nicht wohl und fehl am Platz fühlt. Lediglich ihr Stiefbruder Andrew wird schnell zu einer Vertrauensperson für sie.
Katie fällt es schwer sich in Oceanside einzuleben und sich mit ihrem neuen Leben anzufreunden. Außerdem belastest sie der Tod ihres Vaters immer noch sehr. Ihr geht es wirklich schlecht, bis sie auf den Badboy Dillen trifft, der eine ganz neue Seite in ihr weckt. Aber natürlich ist das mit Dillen und ihr nicht so einfach - wie könnte es in einem New Adult Roman auch anders sein?

An sich finde die Handlung echt gut. Die Autorin greift zwar auf zahlreich Klischees - Todesfall in der Familie, Mädchen das neu in der Stadt ist, schüchternes Mädchen und Bad Boy - zurück, aber Klischees haben mich noch wirklich gestört. Im Gegenteil, ich mag gerade diese Klischees sehr gerne. Was mich dann schon eher gestört hat war, wie diese Handlung umgesetzt wurde.
Ich bin mit der Handlung und eigentlich dem ganzen Buch einfach nicht warm geworden. Ganz am Anfang ging es noch, aber später musste ich mich dann wirklich überwinden weiterzulesen, bevor es gegen Ende dann wieder besser geworden ist.
Ich weiß nicht genau, warum mich das Buch einfach nicht begeistern konnte, aber einen Teil dazu beigetragen haben auf jeden Fall die Metaphern und die Vergleiche, auf die die Autorin hier zurückgreift. Zum Beispiel werden Dillens Augen ständig mit Nordlichtern (!!!) verglichen und das war mir einfach zu kitschig. Sogar viel zu kitschig.
Außerdem fand ich, dass die Autorin manchmal etwas in der Handlung umher springt und alles sehr schnell, manchmal sogar zu schnell passiert. Das Buch hat ja auch nur 272 Seiten und wenn man sich vielleicht etwas mehr Zeit gelassen hätte, dann hätte es vielleicht ein paar Seiten mehr gehabt, aber dafür wäre die Handlung dann auch 'runder' gewesen.
Das Ende fand ich zwar eigentlich sehr schön, aber irgendwie wirkte es erzwungen. Es war nämlich ganz plötzlich und auf einmal alles wieder gut und yaaay Happy End. Auch hier ging mir einfach alles zu schnell und ich finde, dass das Ende so viel besser hätte sein können, wenn es eben nicht so schnell gegangen wäre und man sich Zeit gelassen, ein paar zusätzliche Szenen eingebaut hätte.

Was mir an dem Buch wiederum sehr gut gefallen hat war der Schreibstil der Autorin. Ally Taylor, bzw. Anne Freytag schreibt sehr einfach und gut verständlich, was einem als Leser einen flüssigen Lesefluss ermöglicht. Außerdem fand ich, dass es in dem Buch auch ein paar richtig schöne Stelle mit richtig tollen Zitaten gab.
Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Katie ist eine sympatische und intelligente Protagonistin, die mir vor allem durch ihre nicht vorhandene Naivität positiv aufgefallen ist. Es gibt nämlich viel zu viele naive Protagonistin und viel zu wenige, die so sind wie Katie. Auch Dillen, mit seiner anfangs harten, undurchschaubaren und später umso liebevolleren Art mochte ich und ich kann gut nachvollziehen, warum Katie ihm verfallen ist. Nur die Nordlichter-Augen. Nein, das ist mir dann doch zu viel Kitsch. Andrew fand ich ebenfalls toll. Allerdings ging er mir teilweise auf die Nerven, aber das hat er zum Ende hin wieder gut gemacht.

Das Cover ist ein typisches NA-Cover. Es kein Cover bei dem ich sofort 'WOW!' denke, aber auch keins, das mir sofort negativ auffällt. Es ist nichts besonderes, aber doch irgendwie schön. Nur eine andere, weniger schlichte Schrift hätte ich mir vielleicht gewünscht. Den Titel finde ich sehr gut gewählt, vor allem, weil er sich auch im Buch wiederfindet.

Insgesamt konnte mich Make it count - Gefühlsgewitter nicht ganz überzeugen. Trotzdem glaube ich, dass das Buch eingefleischten New Adult Fans gefallen dürfte und deshalb würde ich es diesen auch empfehlen!

Vielen lieben Dank an den Knaur Verlag, der so lieb war und mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Liebe Grüße, Bekky <3

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen